In Zahnmedizin & Zahnheilkunde

Die gezielte Stärkung des Zahnschmelzes mithilfe von zusätzlichen Fluoridionen bezeichnet man allgemein als Fluoridierung. Der Zahnschmelz besteht aus Hydroxylapatit. Dieses Material kann durch saure Lebensmittel und durch Bakterien angelöst werden – das Kariesrisiko steigt. Zur Stärkung gegen Säure und Bakterien führt man dem Zahnschmelz Fluorid zu. Das Fluorid lagert sich in den Schmelz ein und macht den Zahn säureresistenter und damit auch robuster gegen Karies. Fluorid ist jedoch nicht als alleiniges Allheilmittel gegen Karies zu verstehen, die tägliche Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen bei Ihren Zahnärzten Hans-Peter Beyer und Dr. Ron Tehsmer sind natürlich unabdingbar. Bei Fragen zur Fluoridierung stehen wir Ihnen gerne jederzeit in der Hamburger Zahnarztpraxis Cityzahn zur Verfügung.

Den eigenen Zahn stärken – welche Möglichkeiten gibt es?

1. Zahnpasten und Mundspüllösungen mit Fluorid

Fluorid ist fester Bestandteil der gängigen Zahnpasten und Mundspüllösungen. Die enthaltenden Mengen sind ausreichend für eine effektive Kariesvorsorge. Es ist jedoch immer darauf zu achten, dass die Gesamt-Fluoridmenge auf den Patienten abgestimmt ist. Kleine Patienten im Alter von unter zwei Jahren sollten einmal täglich mit einem erbsengroßen Stückchen Kinderzahnpasta (Fluoridgehalt von 500 ppm) ab Durchbruch des ersten Milchzahnes an das Zähneputzen herangeführt werden. Ab einem Alter von zwei Jahren sollten Eltern mit ihren Kindern zweimal täglich mit einer geeigneten Kinderzahnpasta (500 ppm Fluoridgehalt) putzen. Mit Schuleintritt dürfen die kleinen Patienten zweimal täglich mit einer Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt von 1000 ppm und mehr putzen. Mundspüllösungen sollten erst ab dem 6. Lebensjahr Anwendung finden, um unkontrolliertes Verschlucken zu vermeiden.

2. Tiefenfluoridgele

Neben Zahnpasten und Mundspüllösungen können auch wir als Zahnarztpraxis in der Hamburger City die Zähne mit speziellen Fluoridierungen stärken. Wir (Zahnärzte und ausgebildete Prophylaxehelferinnen) nutzen dafür hoch konzentrierte Fluoridgele und Fluoridlacke, die direkt auf den Zahn aufgetragen werden und anschließend einwirken. Eine systemische Wirkung im ganzen Körper wird damit vermieden. Je nach Kariesrisiko kann diese Intensiv-Fluoridierung in der Zahnarztpraxis etwa zwei mal im Jahr oder auch eine wöchentliche Extra-Fluoridierung mit speziell abgestimmten Präparaten für zu Hause sinnvoll sein.

3. Fluoridhaltige Nahrungsmittel

Auch mit der Nahrung kann Fluorid aufgenommen werden: Fluoridiertes Speisesalz und fluoridhaltiges Mineralwasser gehören für viele Patienten zu den täglichen Nahrungsmitteln. Sie enthalten kleinste, aber nachgewiesen wirkungsvolle Mengen an Fluorid. Auch beispielsweise Nüsse und Fisch liefern überdurchschnittliche Mengen an diesem „Spurenelement“.

4. Fluoridtabletten

Eine weitere Möglichkeit der Zufuhr von Fluorid besteht in der Tabletten-Fluoridierung. Sie findet Anwendung bei kleinen Patienten mit erhöhtem Kariesrisiko sowie bei Patienten mit erschwerten Möglichkeiten einer guten Mundhygiene.

Es muss gerade im Kindesalter immer streng darauf geachtet werden, dass durch mehrere Fluoridquellen keine Überfluoridierung stattfindet. Eine sichtbare Folge ist die sogenannte Dentalfluorose der bleibenden Zähne.

Die Dentalfluorose – Überdosierung von Fluorid 

Fluoride bieten aus zahnärztlicher Sicht deutliche Vorteile für den Zahnschmelz – sowohl bei der Entstehung der Zähne im Kieferknochen als auch nach dem Durchbruch. Eine Überdosierung muss jedoch auf jeden Fall vermieden werden, da diese zu einer Dentalfluorose, also zu ästhetisch unschönen weißen und braunen Flecken auf den Zahnoberflächen führen kann (diese Strukturanomalien sind jedoch völlig harmlos). Problematisch kann deshalb die Zufuhr über mehrere verschiedene Fluoridquellen werden.

Die empfohlene Menge für pro Tag ist von der deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde mit einer Tageshöchstdosis von 0,05 – 0,07 mg/kg Körpergewicht Fluorid festgesetzt. Diese Menge wird bei normalem Verzehr von Speisesalz, Nutzung von Zahnpasta und Mundspüllösungen nach Packungsbeilage oder ärztlicher Anwendungsempfehlung nicht überschritten. Bei kleineren Patienten sollte darauf geachtet werden, dass die Zahncreme in größeren Mengen nicht verschluckt wird. Bei der Verwendung von fluoridhaltigem Speisesalz und Trinkwasser sowie fluoridhaltigen Zahnpasten sollte auf die zusätzliche Einnahme von Fluoridtabletten verzichtet werden.

Sprechen Sie mit Ihren Zahnärzten Hans-Peter Beyer und Dr. Ron Tehsmer. Wir beraten Sie und helfen Ihnen gerne weiter.