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Nach mehr als 20 durchaus erfolgreichen Jahren in verschiedenen kleinen Praxen und mit immer kleinem Team sollte man sich doch ab und zu die Frage stellen, ob man auch wirklich regelmäßig und erfolgreich mal über den eigenen Tellerrand schaut oder sich zunehmend in die Gefahr begibt, auf einer immer kleiner werdenden Untertasse namens Cityzahn nur noch im eigenen Saft zu schmoren. Gerade „Einzelkämpfer“ haben ja oft die eigene Weisheit mit dem eigenen Löffel gefressen und sind glücklich, dass es so ist wie es immer schon war und so auch bis in alle Ewigkeit gut funktionieren müsste … !? Stillstand ist Rückschritt und Weiterbildung ist der Weg aus dem Dilemma – also auf nach Stuttgart zum Jahreskongress der DGET (das ist die Gesellschaft, die endodontologisch qualifizierte Zahnärzte wie mich zertifiziert und ich gebe zu, dass ich da in den letzten 3 Jahren nicht war …!). Und es ist doch immer wieder spannend, welche Eindrücke, Informationen und Kontakte man gewinnt, mit denen man im Vorfeld niemals gerechnet hätte!

Auf nach Stuttgart – leider war nur der Rückweg „Greta-gerecht“

Wenn am Donnerstag um 17 Uhr der letzte Patient in Hamburg die Praxis verlässt, am Freitag um 9 Uhr der erste Vortrag in Stuttgart startet und der Flug ganze 74,99€ kostet – sorry Greta und Umwelt! Dafür bin ich am Sonntag dann ganz gemütlich-ökologisch mit dem ICE zurück nach Hause gefahren und habe auch in Stuttgart alle „Kleinstrecken“ brav zu Fuß absolviert (wollte mir auch weder Hand noch Schulter mit einem e-Scooter brechen!).

Das Vortags-Programm war natürlich ebenso wie die begleitende Dental-Ausstellung wiedermal sensationell! Ich war begeistert ob der Euphorie, des Engagements und des Ehrgeizes der renommierten Referenten und deren Forschungsgruppen – da tut sich in vielen Teilbereichen der Endodontie wirklich etwas! Warten wir die Praxistauglichkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse aber einfach mal ein paar Jahre ab – ich habe schon zu viele euphorische „Paradigmen-Wechsel“ und die anschließende „Rolle rückwärts“ selbst erlebt! Und wenn im Vorraum (Messe-Stände) ein mehrere Zehntausend Euro teures Gerät angepriesen wird, welches genau 30 Minuten später im Vortrag aufgrund der derzeitigen Studienlage als eher überflüssig eingeschätzt wird – na ja …! Das ist dann wohl eher was für andere Zahnärzte …

Ebenso lohnend war die Abendveranstaltung im Brauhaus Schönbuch mit netten Kollegen-Kontakten, schwäbischem Buffet und leckerem Bier aus dem eigenen Braukessel.

Dr. Ron Tehsmer – Cityzahn.de