In Zahnmedizin & Zahnheilkunde

Bei Kopf-, Rücken- oder Nackenschmerzen denken die wenigsten Menschen an ein Problem des Kiefergelenks, die als sogenannte CMD bezeichnet wird und eine Funktionsstörung des Craniums (=Schädel) und der Mandibula (=Unterkiefer) darstellt. Daher ist der Zahnarzt oft der Fachmediziner, der nicht selten erst Jahre nach dem Auftreten der Symptomatik aufgesucht wird, die sich zudem als Verspannung der Kaumuskulatur, Kiefergelenkknacken oder auch Tinnitus äußert. Nächtliches Knirschen oder Pressen, das oft durch Anspannungen und Stressbelastung ausgelöst, getriggert und gefördert wird, kann die soeben genannten Beschwerden auslösen. Mit ursächlich können auch Zahnfehlstellungen, größere Zahnlücken oder Zahnersatz mit einer fehlerhaften Bisslage („zu hoch“ oder „zu niedrig“) sein. Die Zahnärzte von CityZahn in Hamburg diagnostizieren mit langjähriger Erfahrung und können so in den meisten Fällen Abhilfe oder zumindest eine Linderung des Beschwerdebildes verschaffen.

Zähneknirschen beginnt oftmals im Kindesalter

Während des Wachstumsprozesses ist das Zähneknirschen bis etwa zum 6. Lebensjahr normal und physiologisch, da es erst mit dem Durchbruch der bleibenden ersten Backenzähne zur Einstellung der Bisslage kommt. Bei älteren Kindern und Jugendlichen wird das „Knirschen“ zunehmend ein behandlungsbedürftiges Phänomen, da es schon jetzt zur dauerhaften Schädigung des Gebisses führen kann. Dieser Prozess bleibt oft über einen längeren Zeitraum unbemerkt, da Knirschen und Pressen hauptsächlich in der Nacht auftreten. Wer aus der Nachtruhe häufig mit Kieferverspannungen und Kopfschmerzen aufwacht, könnte folglich von CMD betroffen sein. Oft bringt erst ein Besuch beim Zahnarzt Aufschluss, bei dem eine übermäßige Abnutzung der Zahnhartsubstanz, Verspannungen oder Schmerzen im Bereich der Kaumuskulatur und des Kiefergelenks diagnostiziert werden. Dabei ist der gesamte Bereich über Ohr und Schläfe bis hinauf zu einem gedachten Scheitel als ein einzig großer Kaumuskel zu betrachten – der Musculus temporalis! Im fortgeschrittenen Stadium können CMD-bedingte Fehlbelastungen dazu führen, dass Kopf-, Rücken-, Nacken- sowie Kiefergelenkschmerzen chronisch auftreten und sich gar ein Tinnitus oder eine Schiefstellung der Wirbelsäule entwickeln kann. Allerspätestens dann sollten Betroffene umgehend einen Termin in ihrer Zahnarztpraxis vereinbaren, um auch über die Konsultation eines spezialisierten Zahnarztes für eine aufwendige (und teure) Funktionsanalyse zu beratschlagen.

Behandlungsmöglichkeiten mit Schienen und kombinierter Physiotherapie helfen

Eine einfache Aufbissschiene ist die am häufigsten angewandte Behandlungsmethode bei nächtlichem Knirschen, Pressen und initialer Craniomandibulärer Dysfunktion. Um Verspannungen zu lösen und die Kaumuskulatur als Ursache von Kopfschmerzen und Rückenleiden zu entlasten, empfehlen die Zahnärzte der Praxis Cityzahn in Hamburg City eine zusätzlich begleitende physiotherapeutische Behandlung. Die individuell perfekt angepasste Schiene verteilt und mindert den Druck auf Zähne und Kiefergelenke, hilft aber am besten, wenn sie zusammen mit einer Entspannungstherapie verwendet wird. Wer viel Stress hat und aus diesem Grund mit den Zähnen knirscht und/oder presst, sollte nicht nur die Physiotherapie als wichtige Maßnahme in Betracht ziehen, sondern auch aktiv an einer Stressreduzierung arbeiten! Sport als Ausgleich hilft dabei übrigens gut, wenn Stopp- und Pulsuhr zu Hause bleiben!

Zahnärztin Laura von Heder von CityZahn.de in Hamburg